Bruno

In Erinnerung und tiefer Trauer an Bruno, der trotz seiner tödlichen Krankheit immer fröhlich, munter und aufgeweckt war.

Bruno...
Es fällt schwer, die richtigen Worte zu finden.
Wir wussten schon als Du zu uns kamst, dass deine Zeit gezählt sein würde.
Den Krebs hattest Du schon mitgebracht und der Tumor saß gleich an Deiner Halsschlagader
Eine Operation hätte Dich unter Umständen umgebracht.
Der andere Weg –
Medikamente und ständige ärztliche Kontrolle
Haben Dich noch über ein Jahr bei uns bleiben und glücklich leben lassen.

Am Anfang hat Dich der Tumor kaum gestört.
Zum Schluss war er riesig.
So groß, dass er Dich schon beim Laufen einschränkte.

Wir mussten die Entscheidung fällen, wann Du gehen sollst
Und es war nicht leicht.
Uns bleibt die Gewissheit, dass es Dir bis zum Schluss gut ging –
Und dass Du in Frieden eingeschlafen bist.

Hätten wir länger gewartet,
hätten wir unter Umständen riskiert, dass Du Dich sehr quälen musst.
Das wollten wir Dir nicht antun.

Du solltest in Würde und Frieden gehen –
Wir wollten nicht, dass Du Dein Selbstbewusstsein und Deine Kraft verlierst
im letzten Kampf gegen die Krankheit.

Du bist so gegangen, wie Du zu uns kamst.
Als ein liebes, ausgeglichenes und zufriedenes Schweinchen.
Du hast bis zuletzt Deine Lebensfreude behalten.
Wie tapfer und zuversichtlich Du Dich Deinem Schicksal gestellt hast,
hat uns alle sehr beeindruckt.

Du fehlst uns sehr.
Du hast immer einen Platz in unseren Herzen, Papa Bär!

Wir werden gut auf Deinen kleinen Freund Momo aufpassen und ein schönes Zuhause für ihn finden.

Ruhe sanft.

Nachtrag Oktober 2009: Momo hat ein wunderschönes Zuhause gefunden.


Bruno


Bruno mit seinem kleinen Freund Momo
 
Über ihn: Rosette in schwarz
Männlich, kastriert
Geboren: ca. 06 / 2005
Eingezogen am: 09.07.2008
Eingeschlafen am : 09.07.2009


Bruno hatte ein inoperables Lymphsarkom und verbrachte daher die Zeit, die ihm noch blieb bei uns. Er verstand sich wunderbar mit Momo und genss sichtlich seine Gesellschaft. Er brommselte dem Kleinen täglich etwas vor. Bis zu seinem Auszug saß auch Momos Bruder Michel bei den beiden. Drei Tage nach seinem Einzug bei uns popcornte er mit den Babies um die Wette :) Wir nannten ihn immer Papa Bär.
Außer dem Tumor hatte Bruno ein Atherom, das ihm jedoch keine Beschwerden machte und daher auch nicht operiert wurde.
Ein ganzes Jahr hat Bruno noch mit Momo verbringen können. Bis zum Schluss war er munter und fit. Der Tumor war anfangs als er zu uns kam so groß wie ein Taubenei, am Ende war er so groß wie eine Männerfaust. Wir durch ein Wunder blieb die gespannte Haut immer intakt. Als er Probleme mit dem Laufen bekam, weil der Tumor einfach zu groß war, entschieden wir uns, ihn gehen zu lassen. Erst beim Schreiben dieser Zeilen fiel uns auf, dass es genau ein Jahr her ist, dass wir ihn zu uns holten.
Seine Vorgeschichte: Bruno wurde abgegeben, weil seine Partnerin plötzlich verstorben war und er nicht alleine bleiben sollte. Das Tier wurde uns als kerngesund in die Hand gedrückt.
An seinem Gesäß hat er ein Atherom und an seiner Kehle eine dicke weiche Beule, die sich leider nach dem Ultraschall als bösartiger Tumor herausstellte. Wahrscheinlich war der Tumor bereits mit angrenzendem Gewebe verwachsen und das Risiko einer Operation wäre daher zu groß gewesen.