Maxi

In Erinnerung und tiefer Trauer an Maxi, die starke Kämpferin, die uns nun für immer verlassen hat.

Maxi, wir wussten, dass Du den Kampf gegen Deine Krankheit nicht gewinnen kannst.
Wie stark und tapfer Du dem Schicksal die Stirn geboten hast, hat uns immer sehr beeindruckt.
Du warst bis zuletzt ein kleiner Sonnenschein, der das Leben geliebt hat.
Niemals matt und verzweifelt, warst du immer bereit, trotz der Krankheit Dein Schicksal in Hand zu nehmen.

Eigentlich kamst Du zu uns als Urlaubsgast.
Du brachtest eine abszedierte Bissverletzung in der Pfote mit, die leider sehr unzureichend von dem behandelnden Tierarzt versorgt worden war.
Die Pfote war riesengroß und angeschwollen und Du musst wahnsinnige Schmerzen gehabt haben.
Durch die Entzündung waren alle Deine Lymphknoten bereits mitunter auf Faustgröße geschwollen.
Du bekamst dann bei uns Metacam, das Dir die Schmerzen nehmen sollte -
und auch sonst alles, was irgendwie helfen könnte, Dein Immunsystem wieder auf Vordermann zu bringen.

Wir ließen Deine Pfote zwei Mal operieren, in der Hoffnung, Dir wenigstens ein wenig Linderung verschaffen zu können.
Im Rahmen der zweiten Operation wurde eine Gewebeprobe an Deinen Lymphknoten genommen.
Die niederschmetternde Diagnose: Der Eiter hatte sich bereits in den Lymphknoten abgesetzt.
Von da an wussten wir, dass Deine Tage bei uns gezählt sein würden.

Wir haben alles versucht, Dir die letzte Zeit so schön wie irgend möglich zu machen - und doch war uns klar, dass wir Dich nicht würden halten können.

Am Morgen des 05.01. bist Du nach einem kurzen Kampf für immer eingeschlafen.
Du sahst so friedlich aus, dass wir hoffen, dass Du in Ruhe gegangen bist.

Liebe Maxi, nun warst Du zweieinhalb Monate bei uns.
In dieser kurzen Zeit haben wir Dich so lieb gewonnen, dass wir unendlich traurig darüber sind, Dich verloren zu haben.
Wir danken Dir für die Kraft und Geduld, mit der Du all die vielen Behandlungen über Dich hast ergehen lassen.
Wir wünschten, das Leben wäre nicht so erbärmlich ungerecht und Du hättest noch mehr Zeit bei uns gehabt.

Du bleibst in unseren Herzen als eine einmalige Kämpferin mit unvergleichlich positiver Kraft und großer Neugierde auf das Leben.

Dein Partner Pucki und Deine Zweibeiner vermissen Dich sehr.

Mach es gut, Du süßer Schatz. Wir hoffen, Du kannst nun wieder über die grünen Wiesen tollen und hast im Regenbogenland schon die Petersilie gefunden, die Dir bei uns immer so gut geschmeckt hat.

Wir werden Dich nie vergessen, Du starke Kämpferin!

Maxi

->zu Maxis Galerie
Über sie: Glatthaar in Tricolor
Weiblich
Geboren: ca. 06 / 2006
Eingezogen am: 21.10.2009
Eingeschlafen am: 05.01.2010


Maxi war eine lebensfrohe unglaublich starke Meeridame. Die Fotos zeigen sie am Tag vor ihrem Tod. Man sieht die stark geschwollenen Lymphknoten, die gelben Stellen im Fell kommen von den Rivanol-Bädern. Auch am letzten Abend hat sie noch gefressen und war an allem Leckeren interessiert, was man ihr gab. Der Eiter griff am Abend des 04.Januar plötzlich das Herz an, sie bekam einen Kreislaufkollaps. Sie erholte sich davon etwas, kam noch mal zur Ruhe und frass etwas. In der Nacht blieb ihr Zustand stabil. Am nächsten Morgen halb sieben hatte sie erschwerte Atmung, eine Viertelstunde später war sie eingeschlafen, ohne Qual.

Sie kam mit einer abszedierten Bissverletzung an der linken Vorderpfote zu uns. Durch ihre stark eiternde Pfote wurde sie zum Intensivpatienten. Daher entschieden wir in Absprache mit der Besitzerin zu Weihnachten 2009, dass die kleine Maus mit ihrem Freund Pucki bei uns bleibt. Der Stress einer nochmaligen Umgewöhnung an das alte Zuhause hätte fatale Folgen haben können.

25.11.2009: Maxis Arm wird unter Narkose mit Schnitten und Öffnungen versehen, damit der Eiter und Ödemflüssigkeit besser abfließen kann. Der Lymphknoten unter der Achsel ist etwas kleiner geworden. Das Antibiotikum wird von Marbocyl auf Chloromycetin umgestellt, da Marbocyl nicht ausreichend anzuschlagen scheint.

27.11.2009: Aus unerklärlichen Gründen hat sich Maxi drei Schneidezähne ausgeschlagen. Vermutlich ist sie mit ihrem dicken Verband gestolpert. Sie frisst zum Glück weiterhin geraspeltes Gemüse. Leider ist unten links der Schneidezahn so unglücklich abgebrochen, dass die Pulpa verletzt ist. Wir desinfizieren die Wunde mehrmals täglich mit Dentisept.

07.12.2009: Maxi geht es sehr sehr schlecht. Sie ist abgemagert, frisst nichts mehr, hat Durchfall. Zeitgleich kommt die Schock-Diagnose: Kokzidien. Wir bangen um ihr Leben. Ein Verdacht auf Chloromycetin-Unverträglichkeit lässt uns das AB wieder auf Marbocyl umstellen, zudem bekommt sie eine Infusion und Zylexis um ihren Kreislauf und das Immunsystem zu unterstützen. Zu allem Übel hat sich der linke Schneidezahn doch entzündet, es kommt Eiter aus der Tiefe. Sie wiegt nur noch 870g (als sie zu uns kam waren es 1174g).

09.12.2009: Maxi bekommt erneut Zylexis und eine Infusion. Es geht ihr schon etwas besser.

11.12.2009: Maxi frisst wieder wie ein kleiner Scheunendrescher, hat kaum noch Durchfall. Wir sind mehr als erleichtert!

22.12.2009: Nach ausgestandener Kokzidien-Behandlung wird Maxi erneut operiert. Zudem wird der Lymphknoten punktiert. Alle Lymphknoten sind voll mit dickem Eiter, die Pfote dank intensiven Spülens kaum noch. Aufgrund der Beschaffenheit des Lymphknotengewebes kommt das AB nur schwer an die Keime ran, Spülen ist aussichtslos. Die Lymphknoten operativ zu entfernen wäre ihr Todesurteil, da dann jegliche Keimbarrieren wegfielen. Es besteht die Gefahr, dass ihr Immunsystem plötzlich kollabiert. Uns bleibt, ihre Immunabwehr auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen. Sie bekommt jeden Tag Paprika, Brokkoli, Gurke, Tomate, Eisberg, Kräuter, Apfel und Haferflocken. Zusätzlich Echinacea und Vitamin B, Traumeel für ihre Knochen, Metacam gegen die Schmerzen und Marbocyl. Einmal pro Woche spritzen wir ihr Zylexis. Ihr Zahn eitert nun zum Glück nicht mehr und sie hat wieder zugenommen, wiegt jetzt 950g.
Ihre Vorgeschichte: Maxi sollte eigentlich nur zur Urlaubspflege bei uns bleiben. Sie hatte eine sehr dicke linke Vorderpfote. Der komplette Unterarm war geschwollen und eitrig entzündet. Was die eigentliche Ursache war, bleibt unklar, eventuell war es Pododermatitis oder auch eine Bissverletzung. Da der behandelnde Tierarzt jedoch das falsche Antibiotikum verabreichte, wurde die Entzündung immer schlimmer statt besser. Als sie zu uns kam, hatte sie zudem riesige Lymphknoten. Unter der linken Achsel war er ca. 10cm lang und 3cm dick. Wir stellten in Absprache mit unserer TÄ sofort das Antibiotikum auf Marbocyl um, zudem bekommt sie seitdem täglich Schmerzmittel, Traumeel, Echinacea und Rivanol-Fußbäder.