Tommy

In liebender Erinnerung an Tommy,
den kleinsten, süßesten und tapfersten Ninchenmann, den wir jemals kennen lernen durften.

Tommy,
Du hast uns die Entscheidung abgenommen.
In der Nacht bist Du über die Regenbogenbrücke gehoppelt.

Ganz klein, fragil und zart – so warst Du schon, seit Du zu uns kamst.
Und immer sehr anfällig.
Erst kämpften wir gegen Hefen und Kokzidien, dann machten Dir ständig die Zähnchen zu schaffen...
Du warst so tapfer und hast Dich dem Schicksal so mutig entgegengestellt.
Leider hatten wir kein Glück im Unglück.

Nachdem es Dir eine Zeitlang sehr gut gegangen war, verschlechterte sich Dein Zustand frappierend.
Die Diagnose: Akute Niereninsuffizienz.
Wir konnten Dir nicht mehr helfen, auch wenn wir alles Menschenmögliche versucht haben.
Ohnehin schon klein und schwach, hattest Du dieser fatalen Erkrankung nichts entgegenzusetzen.

Wir haben Dir geholfen so gut es ging, aber Deine Kraft war zu Ende.
Deine Frau Lieschen war bis zuletzt bei Dir, und sie vermisst Dich.

Wir hoffen, Du kannst nun schon wieder ohne Schmerzen auf der Regenbogenwiese herumtollen.
Vielleicht schickst Du uns mal einen Regenbogen.

Wir vermissen Dich, kleiner Mann.
Auch wenn Du nicht mehr da bist, sind wir unendlich froh, dass wir Dich kennen lernen durften.
Wir werden Dich nie vergessen.


Tommy

Tommys Galerie
Über ihn: Löwchen-Holländer-Mix in Rot-Weiss
Männlich
Geboren: ca. 05 / 2006
Eingezogen am: 19.11.2009
Gewicht: ca. 1kg (sehr kleine Rasse)
Kastriert: schon länger her
Impfungen (Myxomatose/RHD): 22.12.09, 28.01.2010
Eingeschlafen am: 16.04.2010


Tommy ist an einer akuten Niereninsuffizienz gestorben. Die Nierenkur schlug anfänglich gut an, jedoch waren seine Nieren offensichtlich schon so stark geschädigt, dass er keine Chance hatte.
 
Tommy war ein lieber und zutraulicher keiner Kaninchenmann. Er war Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen, auch seine Frau Lieschen umsorgte er sehr liebevoll.
Tommy weist beidseitig Auftreibungen am Unterkiefer auf. Zudem hat er ein leichtes Stufengebiss und beginnende Kanten am Oberkiefer. 01.12.09: Heute wurden Tommys Backenzähne unter Vollnarkose korrigiert. Der Kleine war viel zu dünn und hatte zuletzt auch noch Durchfall bekommen, da er so schlecht fressen konnte. Nun kann er wieder super zubeißen und der Stuhl hatte sich nach zwei Tagen auch deutlich gebessert.
Er muss auch weiterhin regelmäßig Zahnkontrollen durch einen kompetenten Tierarzt erfahren! Momentan würden wir zu Kontrollen 1x pro Monat raten.
Im Moment wohnt er mit Lieschen zusammen.
28.12.2009: Bei Tommy und Lieschen wurden Kokzidien festgestellt. Bis die Behandlung abgeschlossen ist, sind sie nicht vermittelbar.
10.01.2010: Die Kokzidien sind ausgestanden, jedoch haben beide mit starkem Hefebefall zu kämpfen. Aufgrund der Kokzidien ist die Darmflora durcheinander geraten. Momentan scheinen sie Bauchschmerzen zu haben und fressen schlecht. Sie bekommen nun Nystatin.
28.01.2010: Die Hefen sind behandelt, beiden geht es wieder gut. Die Grundimmunisierung wurde heute abgeschlossen. Tommy bleibt noch eine Weile unter Beobachtung bei uns, da er insgesamt nach wie vor zu dünn ist. Seine Zähne sind seit dem Großeingriff zum Glück in Ordnung und Durchfall hat er nun auch nicht mehr. Im alten Zuhause hatte er immer verklebtes Fell am Popo. Wahrscheinlich sorgte die schwere Zahnfehlstellung für schwere Darmprobleme. Es wird eine Weile dauern, bis seine Verdauung wieder normal arbeitet und er etwas Fett ansetzt.
24.03.2010: Tommy hat erneut Zahnprobleme und frisst sehr schlecht. Er hatte zwei kleine Spitzen an den unteren Backenzähnen. Wir hoffen, dass das die Ursache war.
29.03.2010: Nachdem sich Tommys Zustand auch unter Metacam nicht besserte, haben wir heute ein Blutbild vornehmen lassen. Die niederschmetternde Diagnose: schwere Niereninsuffizienz. Er bekommt nun MCP-Tropfen gegen die Übelkeit und drei Tage lange Infusionen. Am 01.04. wird nochmal das Blut getestet, wenn wir Glück haben sorgen die Infusionen für eine Besserung der Nierenwerte. Was genau die Ursache ist, wissen wir nicht, spielt für die Therapie momentan auch keine Rolle. Aus diesem Grund wird Tommy aus der Vermittlung genommen. Seine Freundin Lieschen bleibt gesperrt bis es ihm besser geht.
01.04.2010: Tommys Nierenwerte wurden heute erneut geprüft. Sie sind noch schlechter geworden. Erstaunlicherweise hat er heute jedoch wieder mit dem Fressen angefangen. Da es ihm allgemein besser geht, beginnt heute die Nierenkur mit Solidago, Ubichinon und Coenzymen.
03.04.2010: Tommy geht es seit gestern wieder gar nicht gut, hat starken Durchfall und frisst sehr wenig. Daher waren wir heute unplanmäßig beim Tierarzt. Er wurde sicherheitshalber geröngt, um Steine in den Harnwegen auszuschließen. Zum Glück hat er wirklich keine, jedoch kam als Nebenbefund eine leichte Arthose an der Wirbelsäule zutage, die ihm sicherlich Schmerzen bereitet. Momentan muss seine Darmflora wieder in Schwung kommen, er hat extrem viele Hefen. Er bekommt die Maximaldosen von Nystatin, Bene-Bac und SabSimplex. MCP müssen wir runterfahren, da es nur wenige Tage in hoher Dosis gegeben werden darf, stattdessen bekommt er nun Nux vomica, das auch gegen Übelkeit hilft. Er wird wieder gepäppelt, bekommt nun auch eine Zylexis-Kur, Vitamin B, Zeel und Traumeel für seine Wirbelsäule und natürlich weiterhin täglich eine NaCl-Infusion.
Schmerzmittel sind momentan nicht möglich, da sie alle die Niere zu sehr belasten. Nächste Woche werden die Nierenwerte erneut kontrolliert. Diese Nierenerkrankung hat er wahrscheinlich noch nicht sehr lange, sonst wären seine Knochen längst morsch, da bei Niereninsuffizienz viel Kalzium entzogen wird. Zudem ist auffällig, dass die Werte sich so rasch dramatisch verschlechtert haben, auch das spricht für eine akute Erkrankung.
08.04.2010: Tommys Nierenwerte wurden heute erneut untersucht. Zum Glück sind sie wieder niedriger geworden. Sein Allgemeinzustand ist nach wie vor kritisch, mitunter hat er starken Durchfall, manchmal frisst er selbst. Am Montag werden die Werte erneut geprüft.
14.04.2010: Gestern ging es Tommy so schlecht wie noch nie, er hatte starken Durchfall, fraß sehr schlecht. Heute hingegen fraß er schon wieder selbst, so dass wir die Hoffnung haben, dass die Nierenkurz doch noch anschlägt.
Seine Vorgeschichte: Tommy und Lieschen kommen aus dem gleichen Zuhause wie die Meerschweindamen Hannah, Lene und Sina. Alle fünf Tiere wurden schweren Herzens abgegeben, da sich die Lebensumstände des Halters stark verändert hatten und berufliche Verpflichtungen die adäquate Tierversorgung unmöglich machten.