Lucy

Lucy...

Es gibt Schweinchen,
die sind besonders
und es gibt Schweinchen,
die sind ganz besonders besonders.

Es wird Dich nicht erstaunen,
dass Du für uns
ein ganz besonders besonderes Schweinchen warst
– und immer bleiben wirst.

Heute nun ist der Tag gekommen,
an dem Du uns für immer verlassen hast.

Wir sahen gleich bei der Morgenfütterung,
dass Du mit dem Tode kämpfst,
so konnten wir Dir nur noch die Hand geben,
um Dir den Weg über den Regenbogen zu erleichtern.

Du warst inzwischen sieben Jahre alt und herzkrank,
so dass wir damit rechnen mussten,
dass Du vielleicht nicht mehr allzu lange Zeit bei uns sein würdest.

Trotzdem danken wir Dir für jeden Moment,
den Du uns geschenkt hast.
Wir sind froh, dass es Dir bis zum Schluss gut ging.
Dir und Deiner Freundin Ginger zuzusehen,
wie ihr euer Schweinchenleben genossen habt,
war einfach großartig.

Ihr wart so ein tolles Team
wie wir es selten gesehen haben.
Die Kleine vermisst Dich sehr.
Und auch bei uns hinterlässt Du eine riesige Lücke.

Als Du vor drei Jahren zu uns kamst,
hatte man Dich abgeschoben.
Ein Umzug stand an und Du solltest nicht mit.
Vorher warst Du allein gewesen,
und auch das Bild, das sich uns bot,
als wir Dich das erste Mal sahen,
ist erschreckend gewesen:
voller Parasiten,
ein riesiges geplatztes Atherom auf der Schulter,
Dein Zustand ständig zwischen lethargisch und panisch.

Da Du zudem riesige Zysten hattest,
warst Du dann auch unser erstes „Problemschwein“ in puncto Vergesellschaftung.
Ans Zusammenführen war gar nicht zu denken
– Du hast schlichtweg alles vermöbelt,
was Dir vor die Nase kam,
denn die anderen Schweine waren Dir einfach nicht geheuer.

Dann lerntest Du Ginger kennen,
und seitdem war Dein Leben ein anderes.
Ihr wurdet die besten Freunde,
seid zusammen durch dick und dünn gegangen,
und wart immer füreinander da,
auf eine so rührende Weise,
wie man sie selten bei Schweinchen beobachtet.

Wir sind uns sicher,
dass Ihr von den Schwächen des anderen wusstet,
und Euch gegenseitig Schutz gegeben habt,
wenn es nötig war.

Nun ist Ginger allein hier,
sie vermisst Dich furchtbar
– und auch für uns
ist mit Deinem Tod ein Abschnitt zu Ende gegangen.

Man sagt, es gibt Momente im Leben,
da steht die Welt für einen Augenblick still.
Und wenn sie sich dann weiterdreht ist nichts mehr wie es war.

Heute war so ein Moment für uns, denn wir haben Dich verloren.

Wir danken Dir für alles.
Dafür, dass Du da warst.
Dafür, dass wir so viele schöne Momente mit Dir erleben durften.
Dafür, dass Du Ginger so eine gute Freundin warst.
Einfach für alles...

Süßer Schatz, Du bist hier für immer unvergessen und für immer in unseren Herzen!


Lucy

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Über sie: Rosette in schildpatt weiß mit schwarz meliertem Gesichtchen
Weiblich
Geboren: ca. 11 / 2003
Eingezogen am: 20.11.2007
Eingeschlafen am: 05.01.2011


Nachdem gestern Abend noch alles in Ordnung war, war Lucy heute früh plötzlich sehr matt, ihr Kreislauf im Keller. Um ihr einen langen qualvollen Kampf zu ersparen, sind wir mit ihr zu unserer Tierärztin gefahren, wo sie friedlich und ruhig ihr Leben in unseren Armen beendet hat.
Aufgrund ihrer Krankengeschichte und der Schwierigkeit, sie zu vergesellschaften, hatten wir uns entschieden, Lucy für immer zu behalten.

Lucy musste regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt werden, da sie zwei große Eierstockzysten hat und regelmäßig Hormonkuren bekommen. Außerdem wurde ein Herzfehler festgestellt. Durch die monatelange Nichtbehadlung  der entzündeten Talgdrüse wird sie dauerhaft etwas anfällig gegen Erkältungen und Stress sein, da ihr Immunsystem nun etwas geschwächt ist (siehe Vorgeschichte). Des Weiteren ist sie aufgrund ihres dominanten Charakters, zusätzlich verstärkt durch die Zysten sehr schwer zu vergesellschaften.
Lucy scheint völlig verlernt zu haben mit anderen Meeries umzugehen. Sie reagierte bei drei versuchsweisen Vergesellschaftungen mit Zähneklappern und Beißen. Glücklicherweise hatte sie letztlich die kleine Ginger als Partner akzeptiert. Die beiden waren unzertrennlich, kuschelten von früh bis spät. Als Ginger erwachsen wurde, wurde zunehmen sie zum Sorgenfell und weniger Lucy. Lucy hat immer auf ihre kleine Freundin aufgepasst und war immer sehr besorgt um sie, so dass wir sofort merkten, wenn es ihr schlechter ging, weil es dann auch Lucy plötzlich schlecht ging.
11.03.2010: Aus Sorge um ihre kleine Freundin verweigert momentan Lucy die Nahrungsaufnahme.
12.03.2010: Ginger geht es wieder besser. Lucy frisst wieder mit großem Appetit.
21.08.2010: Ginger und Lucy haben Durchfall. Sie bekommen Nystatin. 06.10.2010: Lucy hat eine Erkältung und bekommt Cotrim.
Ende Oktober: Die Erkältung ist ausgestanden.

Ihre Vorgeschichte: Lucy war ein "Scheidungsschwein". Da sich die Eltern der Vorbesitzerin trennen wollten, musste Lucy weg, angeblich seien in der neuen Wohnung keine Nagetiere erlaubt, hieß es.
Lucy wurde uns in der Transportbox zwischen Tür und Angel bei Nacht und Nebel in die Hand gedrückt mit den Worten: "Das Tier ist völlig gesund".
Leider war das genaue Gegenteil der Fall. Das Tier war über und über voll mit Haarlingen und an ihrer rechten Schulter hatte sie ein riesiges Atherom - also eine verstopfte Talgdrüse, mit der sie nach Einschätzung des Tierarztes bestimmt schon ein halbes Jahr herumgelaufen sein musste. So dass davon ausgegangen werden muss, dass sich mindestens so lange niemand mehr richtig um das Tier gekümmert hatte und der Umzug lediglich ein willkommener Anlass war, die Süße loszuwerden.
Die frühere Partnerin sei vor einigen Monaten verstorben hieß es.
Aufgrund von falscher Ernährung war sie stark übergewichtig. Die ersten Wochen verbrachte sie bei uns in einer Art Schockstarre - auch zum Fressen traute sie sich nicht wirklich aus dem Häuschen. Die Süße hatte ihre Scheu jedoch nach ein paar Wochen abgelegt, und entpuppte sich zu einer selbstbewussten Dame.