Lauren

Lauren, Baby Baby...
Dein Tod traf uns wie ein Schock,
und wir können immer noch nicht fassen,
dass Du nicht mehr da sein sollst.

Eine weitere OP stand an,
wegen Deines Fistelganges.

Du hast die OP auch noch gut überstanden,
allerdings gab es unerwartete Komplikationen im Vorfeld,
die schon darauf hinwiesen,
dass wir Dich in den nächsten Tagen besonders gut würden umsorgen müssen.

Als Du aus Deiner Transportbox wieder zu Deinen Freunden hoppeltest,
bekamst Du zwar schlecht Luft,
aber nie im Leben hätten wir damit gerechnet,
dass es eine weitere Atemwegsattacke sein würde,
die Dich nur Minuten später töten würde.

Kleiner Mann, wir haben alles für Dich getan.
Seit Du als kleiner verschnupfter Winzling zu uns kamst
haben wir Dich umsorgt und gepflegt.

Mit Begeisterung haben wir Dich wachsen sehen,
am Ende wogst Du fast 2kg,
haben beobachtet, wie Du die ersten Freundschaften geschlossen hast,
wie Du immer größer und immer stärker wurdest.

Trotzdem warst Du immer noch unser Baby,
und die Sorgen mit denen wir Dich über Deine ersten Lebensmonate begleiteten,
haben sich auch nie völlig verflüchtigt –
denn wir wussten,
Deine Zähne würden Dir dauerhaft Probleme machen.

So bliebst Du als Sorgenfell bei uns.
Du hattest Dich schnell eingelebt.
Jeder, der Dich kennen lernte, egal ob Zweibein oder Wackelnase,
alle haben Dich lieb gehabt.

Du durftest sogar mit unserer Chefin Emma kuscheln,
und auch alle anderen mochten Dich gern.

Uns wird niemand eine Antwort darauf geben können,
warum Du ausgerechnet nach dieser OP solch eine Attacke bekommen hast,
die Dich das Leben kostete.

Du warst doch gerade erst so richtig bei uns angekommen.
Wir sind fassungslos.
Untröstlich und unendlich traurig.
Wir haben Dich im Herzen.
Für immer.

Lauren

Laurens Galerie

Über ihn: Löwchen-Mix in Creme-Grau
Männlich
Geboren: ca. 09 / 2010
Kastriert: geschieht am 03.01.2011
Eingezogen am: 29.11.2010
Impfungen: 21.01.2011 (Myxo+RHD)
Eingeschlafen am: 16.03.2012


Lauren ging es trotz der häufigen Niesattacken prima, er war munter, fraß normal und wirkte topfit. Weil der Eiter jedoch immer wieder kam, entschieden wir uns ihn ein weiteres Mal in Narkose legen zu lassen, um den Fistelgang, den es zu geben schien, nochmal reinigen lassen zu können. Völlig überraschend ging es ihm am Morgen des OP-Tages nicht gut. Er bekam furchtbar schlecht Luft, die Nase schien völlig verstopft. Eine Stunde später konnte er wieder normal atmen. Die Narkose wurde eingeleitet und es wurde festgestellt, dass er durch einen unglücklichen Zufall Köttel ins linke Nasenloch bekommen haben muss. Wahrscheinlich passierte es in der Nacht zuvor, als er ein paar Köttel fressen wollte, plötzlich einen Niesanfall bekam und sich sehr wahrscheinlich verschluckte. Die Inhalationsnarkose reizt die Schleimhäute, dennoch waren wir und unsere Tierärztin guter Dinge nach der OP, weil endlich alles raus war. Er wirkte geschafft und matt, bekam schlecht Luft. Als wir Zuhause ankamen war er noch etwas wackelig. Fünf Minuten später bekam er plötzlich akute Atemnot, sofort begonnene Wiederbelebungsversuche halfen nicht mehr und Lauren verstarb in unseren Armen.

Lauren war ein aufgewecktes, munteres Kaninchen-Baby. Anfangs konnte er das Gemüse nur in geraspelter Form zu sich nehmen, mittlerweile kann er auch ganze Möhren, Gurkenscheiben etc. vertilgen.
Als er zu uns kam lief ihm zähflüssiger Eiter aus dem linken Nasenloch und er hatte schwere Niesattacken. Der Tierarztbesuch ergab, dass es sich sehr wahrscheinlich nicht um Kaninchenschnupfen handelt, sondern um einen Fremdkörper im linken Nasengang. Zudem hatte er starken Kokzidien-Befall mitgebracht, dessen Behandlung er zum Glück gut verkraftet hat. Ein Antibiotikum wird gegen den Eiter nicht gegeben, da er noch so klein ist und seine empfindliche Verdauung Schaden nehmen könnte. Nachdem er ein paar Tage Echinacea, Engystol und ACC bekam ging der Eiter zurück, die Niesattacken blieben jedoch. Ein Röntgenbild soll abklären, ob es eventuell doch ein Zahnproblem sein könnte, das den Eiter verursacht. In seinem Alter ist das unwahrscheinlich, jedoch nicht unmöglich.
17.12.2010: Laurens Schädel wurde sicherheitshalber geröntgt. Leider sind tatsächlich zwei seiner oberen Backenzähne entzündet, was wahrscheinlich die Ursache für den Eiter ist. Ein Fremdkörper lässt sich leider im Röntgenbild generell nicht abbilden. Die Zahn-OP ist für den 3.1.2011 angesetzt.
Lauren wird als Sorgenfell bei uns bleiben und, sobald er die OP und Kastra-Quarantäne hinter sich hat, unsere Mädels kennenlernen.
03.01.2011: Lauren wurde heute ein Backenzahn oben links gezogen. Er hat die OP gut überstanden und sein minutenlanges Niesen scheint nun der Vergangenheit anzugehören.
16.05.2011: Lauren fängt wieder an zu niesen. Wahrscheinlich wird demnächst der nächste Backenzahn gezogen werden müssen. Eine Erkältung erscheint unwahrscheinlich, da die Atemwege vollkommen frei sind.
11.07.2011: Lauren wurde heute ein zweiter Backenzahn gezogen, da er seit Wochen wieder schnorchelt. Dieses Mal wurde der erste Backenzahn auf der anderen Seite oben gezogen.
Er hat die OP gut überstanden und frisst schon wieder.
17.11.2011: Laurin schnupft wieder stark, aus dem rechten Nasenloch tritt Eiter. Das Röntgenbild bestätigte den Verdacht. Der nächste Backenzahn oben rechts muss raus, er ist bereits gelblich verfärbt. Die OP ist für Dienstag angesetzt. Es geht ihm zum Glück gut, das Baytril schlägt gut an, er hat keine Schmerzen.
Februar 2012: Lauren hat wieder Eiter in der Nase, er bekommt nun Convenia, das ihm auch gut zu helfen scheint.
16.03.2012: Lauren wird erneut in Narkose gelegt um den Fistelgang, durch den der Eiter sehr wahrscheinlich immer wieder in die Nasenhöhle gelangt zu schließen.
Seine Vorgeschichte: Lauren stammt aus einem Baumarkt und gelangte auf Umwegen zu uns. Die Erkrankung wurde in vollem Umfang erst beim Tierarztbesuch festgestellt.